Die Möweninsel in der Schlei

Die Möweninsel, auch Möwenberg genannt ist eine Insel/Holm im westlichen Teil der Schlei.

Sie ist ein Vogelschutzgebiet mit einer Größe von 2,3 ha und einer Höhe von 5 Meter. Je nach Wasserstand der Schlei können die 2 Sandhaken der Insel gesehen werden. Der Möwenberg ist eine Moränenkuppe. Ursprünglich beherbergte sie eine Lachmöwenkolonie, heute brüten hier Silbermöwen.

Im 12. Jh. stand auf der Insel eine Burg, erbaut durch Knud Lavard. Sie wurde Jürgensburg, Juriansburg, Möwenburg später auch St. Georgsburg genannt. Es gibt heute keine Reste der Burg mehr. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es eine Verbindungsbrücke zur Altstadt gegeben hat.

1134 erwähnten die Aufzeichnungen die Jürgensburg erstmalig. Erzählt wird, dass hier ein Gefängnis stand. Auch von einer Zollstation berichten die Geschichten. 1237 soll dort die Hochzeit von Herzog Abel und Mechthild, Tochter des holsteinischen Grafen Adolf IV von Schauenburg stattgefunden haben.

Die Jürgensburg wurde ca. ab dem Jahr 291 die alte Burg genannt, da das neue Schloss errichtet wurde.

Im Jahr 1834 konnte der sogenannte „Möwenkönig“ die Insel pachten. Einen Teil der Eier verkaufte dieser an umliegende Geschäfte und Restaurants. Seit 1989 ist der Verzehr der Möweneier wegen der hohen Schadstoffbelastung verboten.

von den Königswiesen aus gesehen