„Das neue Werk“ oder der Gottorfer Barockgarten

Im Jahr 1637 wurde auf Anweisung von Herzog Friedrich III nördlich des Schloss Gottorf ein sehr prächtiger neuer Garten angelegt. Bis 1694 wurde an der Verwirklichung der Idee gearbeitet. Mit diesem Garten schufen die Gärtner den ersten Terrassengarten nach italienischen/römischen Vorbild in Mitteleuropa. Der Besucher des Neuwerkgarten (so heißt der Garten auch) nimmt vom Schloß aus die Allee über den Burgsee. Der Weg befindet sich hinter dem Schloß. Dieser Spazierweg führt auf eine kleine Kaskade zu. Sie ist mit Delfinen und Tempel geschmückt. Daran schließt sich der Barockgarten an.

Der Herkulesteich war schon damals Bestandteil der Anlage. Der Teich, der sich in Blickrichtung Schloß und vor den Terrassen befindet wird Spiegelteich genannt. Die heutige Herkulesgruppe ist ein Replik. Die Originale stürzten in den morastigen Boden des Teiches.

1864 entstand im Garten des Schlosses eine großangelegte Reitanlage. Hier im Schloß war die preußische Garnison nun Hausherr. Das Schloß diente als Kaserne.

In den Jahren 1999 bis 2007 wurde der Barockgarten wieder in seinen ursprünglichen Form neu angelegt. Der Neubau erfolgte nach historischen Plänen.

Die Amalienburg befand sich hier, 1660 von Herzog Christian Albrecht für seine Frau Friederike Amalie von Dänemark erbaut. Das Lustschloss wurde 1826 wegen Baufälligkeit abgerissen, genau wie die westlich stehende Orangerie.

Im Barockgarten steht ein neues Globushaus mit einer originalgetreuen Rekonstruktion des Gottorfer Globus. Herzog Friedrich III von Schleswig-Holstein-Gottorf lies den Globus planen und bauen. Der Durchmesser des Globus betrug über 3 Meter, zur damaligen Zeit der größte. Der original Globus ging im 18. Jh. zu Zar Peter der Große nach St. Petersburg nach Russland.

Blick von oben
heutiges Globushaus
Blick auf den Herkules
Blick auf das Schloss von hinten
auf dem Weg zurück zum Schloss
Winter am Barockgarten